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Allergien (I): Was Allergien sind und woher sie kommen.

Mehr als 20% der Bevölkerung leiden heutzutage unter Allergien und allergieähnlichen Symptomen, Tendenz steigend. Am häufigsten ist sicher die Pollenallergie, die heuer, bedingt durch das warme Wetter, schon früh zu Beeinträchtigungen führen wird. Was Allergien sind, eine naturheilkundliche Erklärung wie es zu Allergien kommt und was man dagegen tun kann, möchte ich in diesem Beitrag beschreiben.
Was ist eine Allergie?

Pollen (aus Meyers Konversationslexikon 1888)Eine Allergie ist eine Fehlleistung des Immunsystems. Dabei reagiert die Immunabwehr des Körpers auf Stoffe, die eigentlich harmlos für den Körper sind, mit einer starken Abwehrreaktion, wie sie eigentlich nur gegen Erreger oder Parasiten sinnvoll ist. Dabei gibt es nicht die allergische Reaktion, es können viele Wege im Immunsystem falsch laufen und so unterschiedliche allergische Reaktionen hervorrufen (vom leichten Ausschlag, über Asthma bis hin zum tödlichen allergischen Schock). Die Wege im einzelnen zu beschreiben, würde hier zu weit führen und ist für das Verständnis auch nicht so wichtig. So viel aber doch noch zur Erklärung: Viren, Bakterien und Parasiten (und auch unsere eigenen Zellen) besitzen an den Zelloberflächen komplexe Eiweißstrukturen, die sogenannten Antigene. Unser Immunsystem erkennt diese Antigene durch Eiweißmoleküle, die auf diese Antigene passen wie ein Schlüssel zu seinem Schloss – diese nennt man Antikörper. Bei der Allergie produziert der Körper aber Antikörper, die nicht nur auf einen Eindringling passen, sondern auch zum Beispiel auf die Oberfläche einer Birkenpolle. Die Folge: Wir bekommen eine rote Nase und brennende Augen, weil der Körper auf die Birkenpollen reagiert – wir sind allergisch darauf geworden.

Warum wird man zum Allergiker?

Die Ursachen für den Ausbruch einer Allergie sind vielfältig. Sicher ist, das es eine starke erbliche Komponente gibt. Oft erkranken Eltern und Kinder an den selben Allergien, die aber nicht immer sofort zum Ausbruch kommen müssen. Zur erblichen Belastung kommen also noch weitere Faktoren:
1) Immuntraining

Eine wichtige Rolle spielt das Training des Immunsystems in der Kindheit. Unser Immunsystem ist bei der Geburt sozusagen ein unbeschriebenes Blatt. Den Säugling schützen in den ersten 6 Lebensmonaten noch die Antikörper, die die Mutter dem Säugling mitgegeben hat. Schon in den ersten Monaten kommt jedes Kind mit den verschiedensten Erregern in Kontakt und sein Immunsystem lernt, mit ihnen umzugehen und die richtigen Antikörper zu bilden. So ungefähr ab dem 6. Lebensmonat funktioniert dieses System richtig gut und das Kind kommt ohne die mütterlichen Antikörper aus. Doch das Immunsystem lernt noch weiter, eigentlich das ganze Leben lang. Was es dazu braucht, ist eine gesunde Menge an Keimen, nur so kann es lernen. Wachsen Kinder zu reinlich auf, kommen selten mit Tieren und Dreck im Garten in Kontakt, bleibt das Training aus. Das Immunsystem neigt dann schneller zu Fehlreaktionen – eine Allergie wird wahrscheinlicher. Dies konnte auch in Studien belegt werden: Kinder, die auf dem Land aufwachsen, leiden weniger an Allergien und Asthma, ebenso verringert die Anwesenheit eines Haustieres die Allergiewahrscheinlichkeit.

2) Impfungen zur falschen Zeit

Eine große Rolle, das sehe ich immer wieder in der Praxis, scheinen Impfungen zu spielen. Ich bin nicht grundsätzlich gegen Impfungen, aber man muss sie sinnvoll und mit Bedacht einsetzen. So ist für mich die frühe Impfung von Säuglingen mit Mehrfachimpfstoffen kritisch zu sehen: Wirklich lernfähig ist das Immunsystem erst mit einem halben Jahr, geimpft wird aber schon im 3. Lebensmonat und dann gleich mit 8 heftigen Erregern, auf die sich das Immunsystem einstellen muss. Kann es das nicht, kommt es zu Fehlern. Eine Allergie wird dadurch wahrscheinlicher. Das Gleiche gilt, wenn bei der Impfung das Immunssystem gerade mit einer Infektion beschäftigt ist (zum Beispiel einer Erkältung). Auch dadurch steigt das Allergierisiko.

3) chemische Belastungen

Wir sind umgeben von Chemikalien, sie finden sich im Essen, in Getränken, in unseren Räumen, der Luft und in der Kleidung. Diese Stoffe belasten unser Immunsystem, kommen sie doch in der Natur nicht vor – unser Immunsystem hatte Jahrtausende Zeit, sich auf alles einzustellen, was so in der Natur vorkommt, – für die Chemie hatte es nur ein paar Jahre, höchstens Jahrzehnte. Dazu kommt, dass es chemische Substanzen gibt, die das Immunsystem schnell und gründlich durcheinander bringen – sie führen schnell zu Allergien und fördern auch die Ausweitung auf andere Stoffe. Zu den kritischsten Stoffen zählen hierbei Epoxidharze und vorallem deren Härter (2-Komponentenkleber) und organische Lösungsmittel (in Kunststoffen, auch als Weichmacher).

4) Infektionen

Auch Infektionen mit Bakterien und Viren können eine Allergie auslösen, vor allem wenn das Immunsystem schwächelt: Es werden Antikörper gebildet, die mehr wie Generalschlüssel funktionieren. Sie passen nicht perfekt zum jeweiligen Erreger sondern sind zu universell und docken so auch an harmlose Substanzen, wie zum Beispiel an Pollen. So wird man allergisch.

5) Das Syndrom des durchlöcherten Darms (Leaky-Gutt-Syndrom)

Der Darm nimmt nicht nur Nährstoffe auf, um uns mit Energie und Baumaterial zu versorgen, er stellt auch eine Barriere dar, die verhindert, dass Erreger oder gefährliche Substanzen in den Körper gelangen. Dazu sind die Darmzellen abgedichtet: Ein Netz von sogenannten “Schlussleisten” dichtet den Raum zwischen den Darmzellen ab. Alles was in den Körper kommt, muss so aktiv von den Zellen durchgelassen werden, ungewolltes muss draußen bleiben. Entzündungen der Schleimhaut (durch Erreger, unverträgliche Nahrung, falsche Ernährung, Parasiten und falsche Bakterien) zerstören nach und nach das Schlussleistennetz. Die Folge: Substanzen können sich an den Darmzellen vorbei in den Körper mogeln und ärgern dort das Immunsystem. Die Immunreaktion kann dabei aus dem Ruder laufen und so eine Allergie entstehen.

6) Stress

Unter Stress wird vermehrt Cortisol gebildet. Das Stresshormon der Nebenniere funktioniert dabei wie Cortison, das man zum Unterdrücken von Entzündungen einsetzt: Es dämpft das Immunsystem. Geschieht dies über einen längeren Zeitraum, werden die Immunreaktionen verändert, eine Allergie kann sich entwickeln.

7) Übersäuerung

Das Säure-Basen-Gleichgewicht im Körper ist sehr fein geregelt und es darf sich auch nicht viel verändern, da sonst die aktiven Eiweiße (Enzyme) im Körper nicht mehr funktionieren können. Um das Gleichgewicht aufrecht zu erhalten, kann der Körper überschüssige Säuren über den Magen, Darm, die Atmung (als CO²) und die Niere ausscheiden. Nimmt man durch falsche Ernährung zu viel Säuren auf oder wird die Ausscheidung eingeschränkt, muss der Körper handeln: Die überschüssige Säure wird in das Bindegewebe verschoben, damit es die Körperfunktion nicht beeinträchtigt. Doch auch das geht nur eine kurze Weile gut. Denn die Säure verändert die Flüssigkeit zwischen den Zellen im Bindegewebe: Normalerweise ist es flüssig, doch durch die Säureeinwirkung wird diese Flüssigkeit zäh wie Honig, im schlimmsten Fall sogar wir Gelatine. Doch für das Immunsystem ist es wichtig, dass die Flüssigkeit fließen kann, denn in ihr bewegen sich Immunzellen und andere Stoffe des Immunsystems. In Gelatine funktioniert das nicht mehr, das Immunsystem wird gestört, reagiert darauf mit Hyperaktivität,  um den Funktionsverlust auszugleichen. Jetzt noch ein falscher Kontakt und eine Allergie kann geboren werden!

die bucklige Verwandtschaft: Autoimmunerkrankungen

Das Immunsystem kann nicht nur gegen Substanzen von außen allergisch reagieren, sondern aus den gleichen Gründen plötzlich den eigenen Körper attakieren. Dann haben wir eine Autoimmunerkrankung. Beispiele dafür sind Neurodermitis und Schuppenflechte, aber auch entzündliche Darmerkrankungen und viele mehr….

 

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