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Kategorie: Phytotherapie

Zimt – weihnachtliche Medizin?

Den Geruch von Zimt verbinden wir wie nichts anderes mit Weihnachten. Glühwein oder Plätzchen ohne das edle Gewürz wären doch undenkbar oder nicht?

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Keine Angst vor Alkohol

oder warum Ihr Kind von homöopathischen Mitteln nicht betrunken wird

Alkoholische Mischungen sind in der Komplex-Homöopathie und noch mehr in der Pflanzenheilkunde unverzichtbar, denn nicht jedes Mittel ist auch in Tabletten- oder Globuli-Form zu erhalten. Doch viele Eltern haben Angst vor dem hohen Alkoholgehalt (20-60% Vol.), denn die Kinder könnten frühzeitig auf den Geschmack kommen oder gar Schäden davon tragen. Ist diese Angst berechtigt?

Warum überhaupt Alkohol, kann man da nicht auch Wasser nehmen?

Die wichtigen Pflanzenstoffe, die die Wirkung des Arzneimittels ausmachen, sind nicht alle wasserlöslich, viele können nur durch Alkohol überhaupt aus der Pflanze gelöst werden und in Lösung gehalten werden. Er hilft auch bei der Aufnahme des Wirkstoffes über die Schleimhaut und schlussendlich macht er das Mittel haltbar.


Wie viel Alkohol nimmt man mit homöopathischen Arzneimitteln auf?

Die Menge ist nicht immer gleich, da die alkoholische Mischung zwischen 12% und über 50% Alkoholgehalt schwankt, je nach Mittel und Hersteller. Für unser Beispiel nehmen wir zwei in meiner Praxis häufig verwendete Mittel:

metavirulent N Tropfen (Immunsteigerung, Grippeprophylaxe)
mit 37 % Alkohol
Standarddosierung für Kinder: 3x tgl. 10 Tropfen
Ungefähr 20 Tropfen ergeben bei den Standartfläschchen 1 ml Flüssigkeit, das Kind nimmt also über den Tag verteilt 1,5 ml zu sich. Der Alkoholgehalt beträgt 37%, die Gesamtmenge Alkohol liegt also bei 0,55 ml oder 0,43 g. Zum Vergleich: 1 Glas Apfelsaft kann schon bis zu 1g Alkohol enthalten, also mehr als das doppelte!

Solunat Nr. 2 (Verdaungssystem) mit 50,1 % Alkoholgehalt
Standarddosierung 3x tgl. 5 Tropfen
Hier beträgt die Menge an Flüssigkeit 0,75 ml, die enthaltene Alkoholmenge wären dann 0,375 ml oder 0,29 g. Das ist noch weniger als beim ersten Beispiel!

Fazit:

Wir nehmen täglich Alkohol zu uns, auch wenn wir nichts trinken, versteckter Alkohol lauert in überreifem Obst, Fruchtsäften und Schokolade, er bildet sich, wenn wir Blähungen haben und durch Stoffwechselprozesse in unserem Körper. Dies ist nicht nur nicht zu verhindern, es ist vollkommen normal und unser Körper hat Mechanismen, diese Alkoholmengen gefahrlos und ohne Nebenwirkungen aus dem Körper wieder zu entfernen. Daher ist es völlig ungefährlich für Kinder, auch über längeren Zeitraum hinweg homöopathische Tropfen oder pflanzliche Tinkturen zu sich zu nehmen, solange die normalen Dosierungen eingehalten werden. Nur trockene Alkoholiker müssen sich davor hüten, für sie kann im Extremfall schon ein Tropfen einen Rückfall heraufbeschwören!

Und für die ganz Vorsichtigen habe ich auch noch einen Tipp, wie sie den Alkohol aus den Tropfen herausbekommen: Tropfen Sie die nötige Dosis einfach in siedenden Tee (ca. 60ie°C, bitte nicht heißer) und lassen Sie das Kind den Tee trinken, sobald er trinkwarm ist. Durch die Wärme verdampft der Alkohol bis das Getränk zu sich genommen wird.

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